Kunst & Kultur (80 Einträge)

Webseite Renes Zaubershow

René´s Zaubershow präsentiert Ihnen die alte Kunst der
Zauberei auf zeitgemäße Art und Weise.

Aber anders - als Sie es aus dem Fernsehen kennen!

René´s Zaubershow kommt LIVE zu Ihnen und passt seine
Aufführung Ihren Gegebenheiten an.

Die Erwachsenenprogramme sind speziell auf Hochzeit,
Betriebsfest, Gartenfest, runder Geburtstag usw.
ausgerichtet. Die Kinderprogramme sind eigens für
Kindergarten, Grundschule, Sommerfest und natürlich
auch für den privaten Kindergeburtstag zugeschnitten.

René´s Zaubershow bietet Zauberkunst für Anlässe aller
Art an, und geht dabei gezielt auf die Zuschauer und
Gäste ein. Die Einbeziehung des Publikums in die Show
gehört selbverständlich dazu!

Wenn ich Kinder zum zaubern auffordere, kann man ganz
deutlich sehen, wie viel Spaß es ihnen bereitet.
Oft habe ich schon die Frage gehört, wie haben sie das
denn gemacht? Meine Antwort: Ein Zauberer verrät seine
Kunststücke nie! Wir Magiere Unterhalten unser Publikum
und jeder weiß das es nur Tricks und Illusionen sind!

Bei den Kindern zaubere ich oft zum Schulanfang, zum
Kindergeburtstag, im Kindergarten, auf Kinderfest sowie
zur Jugendweihe.
Bei den Erwachsenen finden Sie mich auf Feiern wie Hochzeit,
Jubiläum, Geburtstage, Konfirmation. Aber auch bei Stadtfest,
Firmenfeier, Party oder Weihnachtsfeier u.s.w.

Also hinein ins Reich der Magie!

09212 Limbach Oberfrohna
Professor-Willkomm-Straße 10B

Telefon: 0173 1413147

Webseite: http://www.glaubke-show.de

Webseite Reuschenberger Bürger-Schützen-Verein e.v.

Der Reuschenberger BSV verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, wie die Förderung des Brauchtums und der Heimatpflege sowie des Schießsports.

Mitglied können alle Bürger ohne Unterschied des Standes und der Nationalität werden.

Unser Schützenfest ist so terminiert, dass der Schützenfest Sonntag immer auf den 2. Sonntag im Juli eines jeden Jahres fällt.

Unsere Besucher können sich am Schützenfest Samstag ab 22.00 Uhr an unserem Fackelzug sowie an den folgenden Schützenfesttagen an fünf weiteren Umzügen erfreuen, bei denen unsere Schützen in ihren traditionellen Uniformen aufmarschieren.

Für Abwechslung ist bei unseren Tanzveranstaltungen von Samstag- bis Dienstag Abend gesorgt. Verschiedene Live Bands werden für beste Unterhaltung sorgen.

Ein Highlight unseres Schützenfestes ist das Königsschießen, welches am Schützenfest -Montag gegen 18.00 Uhr auf der Schützenwiese beginnt.

Der Sieger wird zum Abschluss unseres Schützenfestes am Dienstag Abend bei den Krönungsfeierlichkeiten im Festzelt als unser neuer Schützenkönig gekrönt.

41466 Neuss
An Der Barriere 5

Telefon: 02131 461651
Fax: 02131 6618111

Webseite: http://www.reuschenberger-bsv.de

Webseite Room 28 e.V.

Wir führen anspruchsvolle internationale kulturelle Projekte durch und widmen uns dem durch den großen Zivilisationsbruch des 20.Jahrhunderts fast verloren gegangenen kulturellen und künstlerischen Erbes. Der Verein wurzelt in dem Projekt mit den sog. 'Mädchen von Zimmer 28, L, 410, Theresienstadt'. Room 28 wurde zum Symbol un dzum Programm.

10967 Berlin
Fontanepromenade 6

Telefon: 030 6918395

Webseite: http://www.room28.net

Webseite Sailen-Teufel

Brauchtum in Bayern (Winterlicher Brauchtum)

83395 Freilassing
Anemonenweg 12

Telefon: 08654 64916

Webseite: http://www.sailen-teufel.de

Webseite Sailen-Teufel Freilassing

Brauchtumsgruppe: Krampus und Perchtenverein unter den Motto: Brauchtum in Bayern

83395 Freilassing
Anemonenweg 12

Telefon: 08654 64916

Webseite: http://www.sailen-teufel.de

Webseite Schöffleut-Pass Oberndorf

winterliche Brauchtumsgruppe mit Wesen alter Sagen und Geschichten

5110 Oberndorf Bei Salzburg
Schöffleutgasse 14

Telefon: +43 664 41 37 222

Webseite: http://www.schöffleutpass.at

Webseite Schorbuser Karneval Club e.V.

Schorbuser Karneval Club e.V.
Ortsansässiger Karneval Verein

03116 Drebkau
Schorbuser Strasse

Telefon: 035602641

Webseite: http://www.schorbuser-karneval-club.de/

Webseite Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.

Geschichte der Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Die Gründung der Gruppe
In den Jahren nach dem Kriege setzte auf vielen Gebieten, vor allem auf dem
der Wirtschaft, eine stürmische Entwicklung ein. Die Motorisierung brachte,
sowohl in größeren Räumen als auch im engeren und weiteren Heimatgebiet,
ein Zusammenrücken von Menschen und Landschaften mit sich. Mit dazu
verhalfen die Medien in ihrer Vielfalt - Funk - Fernsehen - Presse.
Als Gegengewicht - und dies ist nicht das erstemal in unserer Geschichte -
tauchte die Rückbesinnung auf die Werte der Heimat in ihrer vielfältigen
Form auf. Der Mensch suchte, bewusst oder unbewusst, die Verbindung mit
der Vergangenheit. Geräte und Gebrauchsgegenstände, die man ehemals
achtlos als „alten Gruscht“ wegwarf, im besten Falle in einem Raum beiseite
stellte, wurden zu gesuchten Objekten. Wer jedoch einen tieferen Einblick in
diese Entwicklung nahm, der befasste sich mit dem Volksleben in den vergangenen
Jahrzehnten, ja Jahrhunderten.
In diesem Zusammenhang müssen wir auch die vielen Heimattage und
Heimatfeste sehen, die landauf, landab durchgeführt wurden, ebenso die
Einrichtung der vielen Heimatstuben und Heimatmuseen.
Hier liegt auch eine der Wurzeln, die zur Gründung unserer Trachtengruppe,
offizielle Bezeichnung „Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.“,
führte.
Es war im Jahre 1955. Die Gemeinde Schömberg plante für dieses Jahr einen
Heimattag. Frau Zerweck, die in der vergangenen Zeit immer wieder mit
einer Laienspielschar aufgetreten war, fasste den Plan, zum Gelingen dieses
Tages mit dem Auftreten einer Trachtengruppe beizutragen.
So lud sie zum 12. Februar 1955 ins Nebenzimmer des Gasthofes „Löwen“
einen interessierten Personenkreis ein. In ihren Eingangsworten wies sie darauf
hin, die Gruppe solle ja keine „Eintagsfliege“ werden, und dass zu ihrem
Bestehen viel Idealismus und Einsatzbereitschaft gehöre. Diese beiden
Bedingungen erfüllt die Gruppe bis zum heutigen Tage. Es meldeten sich an
diesem Abend spontan 16 Paare.
Ein gutes Fundament wird gelegt
Sofort ging es an die praktische Arbeit. Um Tänze durchzuführen (natürlich
mussten es historisch gewachsene sein), benötigte man außer den Tanzpaaren
selbstverständlich eine Begleitmusik sowie einen Übungsraum. Die
Bereitstellung des letzteren machte die größten Sorgen, mehrmals mußte der
Ort gewechselt werden. Die Musik bei den Proben kam aus einem
Grammophon es wurde noch mit einer Handkurbel „aufgezogen“. Öffentliche
Auftritte begleitete Max Eitel aus Calmbach mit seinem Akkordeon. Als
erste Tänze wurden „Schwarzwaldmädel“ sowie ein „Bauerntanz“ erarbeitet;
„erarbeitet“ im wörtlichen Sinne, denn alle Mitwirkenden wurden ja erstmalig
an solche Tänze herangeführt.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Eine weitere Sorge waren die Trachten. Sie wurden von einer Stuttgarter
Firma bezogen. Natürlich entsprachen sie nicht den Trachten, wie sie ehedem
im Schömberger Raum getragen wurden.
Erste Bewährungsprobe
Der Heimattag fand am 30. Juni 1955 statt. Mit großer Spannung und auch
etwas Lampenfieber sah man dem Fest entgegen, war es doch das erstemal,
dass sich die Gruppe in der Öffentlichkeit zeigte. Im Festzug gefielen die farbigen
Trachten besonders gut und die Darstellung eines Schwarzwälder
Hochzeitszuges machte auf die Zuschauer einen hervorragenden Eindruck.
Als in den Abendstunden eine Veranstaltung durchgeführt wurde, bei der die
Gruppe mit großem Erfolg die eingeführten Tänze zeigte, war alles rundum
zufrieden. Auch das Auftreten der Gruppe beim Festzug anlässlich des
Kinderfestes kam bei Einheimischen und Besuchern sehr gut an.
Die Weiterarbeit geht zügig voran
Der gute Eindruck, den die Gruppe beim Heimatfest überall hinterließ, gab
ihr natürlich einen großen Auftrieb. Sofort und mit großem Eifer ging es an
die Weiterarbeit.
Ende Oktober 1956 wurde die Gauversammlung in Dornhan besucht. Dort
geschah die Aufnahme in den Schwarzwaldgau, der die offizielle
Bezeichnung „Trachtengau Schwarzwald e.V.“ trägt. Nach vielen, oft vergeblichen
Versuchen konnte als Probenraum vorläufig im Feuerwehrhaus eine
Möglichkeit gefunden werden.
Das Jahr war ausgefüllt mit Auftritten in Schömberg und Umgebung. Am
Jahresschluss konnte festgestellt werden, dass die Gruppe gut zusammengewachsen
war und dass man zukünftigen Aufgaben mit Zuversicht entgegensehen
konnte.
Das Jahr 1957 begann mit der Überbringung von Neujahrswünschen an
Bürgermeister Brenner. Hier tauchte erstmals der Begriff der „Trachtenmutter“
(Frau Zerweck) auf, die dem Ortsoberhaupt eine Trachtenpuppe
sowie Kirschwasser überreichte. Herausragender Höhepunkt war der
Besuch der „Fahnenweihe“ des Trachtenvereins in Friedenfels/Oberpfalz am
7./9. Juli 1957. Dort wurden Freundschaftsbande geknüpft, die über Jahre
hielten.
Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1958 blieb Günther Walz weiterhin
Kassier, Eberhard Genger übernahm das Amt des Schriftführers.
Durch die Vielzahl der Proben verfügte die Gruppe über ein großes
Repertoire von Tänzen, die bei Auftritten zur Verfügung standen.
Weiterhin liefen die Aktivitäten auch über große Entfernungen, so beim
Besuch einer "Fahnenweihe" in Höchstett bei Ulm.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Vom 15. bis 18. August 1958 machte der Trachtenverein Friedenfels mit
53 Gästen und der Musikkapelle einen Gegenbesuch. Es wurde ein großes Fest.
Was wäre jedoch eine Volkstanzgruppe ohne Musik? Ist sie doch der Teil, der
Takt und Rhythmus angibt, beschwingt und anfeuert, dann wieder verhalten
spielt, wie es eben die augenblickliche Situation erfordert. Nachdem man sich
anfänglich in verschiedener Weise behelfen musste, übernahm im August
1958 Richard Wöhr dankenswerterweise diese Aufgabe.
Der 14. Oktober 1958 ging als Trauertag in die Geschichte der Gruppe ein.
Frau Maria Zerweck, die „Trachtenmutter“ und Gründerin der Gruppe, verstarb
im Alter von 58 Jahren. Ihrem unermüdlichen Einsatz verdankte die
Gruppe den Zusammenhalt sowie das Leistungsniveau.
In Günther Walz wurde am 31. Oktober 1958 ein neuer Vorstand gefunden.
Herr Dr. Paul Strohhäker übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden. Fräulein
Anna Pfeiffer wurde von der Versammlung in Anerkennung ihres besonderen
Einsatzes zum Ehrenvorstand ernannt. Erstmalig hielt der Trachtengau
seine Versammlung 1959 in Schömberg ab. Dies war eine besondere Ehrung
für die verhältnismäßig junge Gruppe.
Titelbild der Zeitschrift “Der Liegestuhl” (Heft 4/1957) links im Bild Maria Zerweck die
Gründerin der Schwarzwälder Trachtengruppe.
Als Taufpaar die heute noch Aktiven Gisela Wöhr und Günther Walz.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Das Jahr 1961 brachte die Einführung einer Satzung sowie den Eintrag ins
Vereinsregister. Damit stand die Gruppe auch juristisch auf sicherem
Fundament. Als Beispiel der Aktivitäten möge das Jahr 1961 gelten. 12 Veranstaltungen
wurden durchgeführt und in der Zwischenzeit hatte die Gruppe
im heimatlichen Raum und auch in der weiteren Umgebung einen guten Ruf
erlangt. Immer wieder erfolgten Einladungen zu Veranstaltungen, beispielsweise
nach Oberndorf, Bad Dürrheim, Stuttgart usw.
Ein schöner Brauch fand Eingang bei der Gruppe: In Anlehnung an eine alte
Sitte überreichte die Trachtenmutter jeweils beim Empfang von Gästen oder
bei Besuchen einen Hefezopf. Derselbe wurde, falls ein Festzug stattfand, in
dem Zug von einem Paar getragen. Beim offiziellen Empfang durfte der
Geehrte sich eine Probe nehmen. Sie musste jedoch mit der Hand abgebrochen
werden. Kein Messer durfte den Zopf berühren.
1962 wird erstmalig Walter Schmid aus Höfen als Ansager erwähnt. Er war
in diesem Amt treu und zuverlässig mit viel Einsatz bis zu seinem Tode tätig.
Am 7. Juli 1963 wurde die Gruppe zum internationalen Trachtenfest nach
Sélestat/Elsaß eingeladen. Sie war die einzige deutsche Trachtengruppe, der
diese Ehre widerfuhr.
10-jähriges Jubiläum
Das 10-jährige Bestehen der Trachtengruppe im Jahre 1965 rückte näher. Es
sollte würdig als Markstein seiner Geschichte begangen werden, denn sie
hatte sich aus kleinen Anfängen mit viel Einsatz und Idealismus zur jetzigen
Gestalt entwickelt. Sie galt etwas in der Gemeinde, aber auch im Verband.
Nun tauchte die Frage der Beschaffung von eigenen Trachten auf. Man hatte
sich bisher größtenteils mit Ausleihungen beholfen. Manche alte Tracht
konnte in der Umgebung beschafft werden. Dies war jedoch kein Dauerzustand.
Durch Darlehen der Gemeinde sowie einen Zuschuss durch den
Gau konnten die Mittel zur Beschaffung neuer Trachten zusammengebracht
werden. Eine Spezialfirma fertigte sie genau nach alten Vorlagen an. Sie hat
folgendes Aussehen:
Die Männertracht besteht aus einer bestickten Hirschlederhose, einem dunkelblauem
Kittel und Kamisol und einer dunkelblauen oder schwarzen, mit
kleinen roten Blümchen bestickten Weste. Diese wird jeweils zweireihig mit
Silberknöpfen geschlossen. Das weiße Leinenhemd hat einen handgearbeiteten
Kragen und ebensolche Ärmelbündchen. Ein Schmuck sind die meist mit
Rosenmustern bestickten Hosenträger, die das Mädchen ihrem Buben selbst
angefertigt hat. Der ledige Bursche trägt eine runden schwarzen Hut, während
der verheiratete Mann den Dreispitz, Kamisol und Rohrstiefel tragen
darf. Dazu gehören weiße handgestrickte Baumwollstrümpfe.
Die Frauentracht bestehend aus einem dunkelkarierten oder schwarzen
Wollrock mit kariertem oder besticktem Samtmieder. Der aus dem Rockstoff
gefertigte Kittel hat weite, mit Stehfältchen verzierte Ärmel, die nach vorne
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
schmal zulaufen. Ein weißes Hemd mit Spitzenrüschen am Hals gibt ein
freundliches Aussehen. Eine seidene schwarze oder bunte Schürze bedeckt
den Rock. Ein buntes Band wird am Mieder mit einer Gold- oder Granatbrosche
festgesteckt. Der Halsschmuck besteht aus sehr kleinen Granatperlen,
die in mehreren Reihen an einer Goldschließe befestigt sind. Die
schwarze Bandhaube, gefertigt aus ca. 6 cm breiten Ripsbändern, dient als
Kopfschmuck. Bei Festlichkeiten wird ein schwarzes seidenes Tuch getragen.
Das 10-jährige Jubiläum wurde auf den 17. und 18. Juli 1965 gelegt. Es wurden
„zwei wunderschöne Tage“, wie der Verfasser des Protokolls vermerkt.
Dem Eingangsvers, wie er im Protokollbuch, das 1965 begonnen wurde,
obenan steht, versuchte man in stetigem Bemühen nachzukommen.
Er lautet: Halt in Ehren - halt in acht,
alte Sitten - Heimattracht.
Steh treu zu uns und hilf uns werben
für Väterglaube, Sitt' und Brauch,
denn wo des Landes Sitten sterben,
da stirbt des Landes Blüte auch.
Freundschaftsbande werden geknüpft
Herausragendes Ereignis des Jahres 1966 war der Besuch durch eine
Siebenbürger Volkstanzgruppe am 24./25. September. Sie hatte sich in
Vöcklabruck/Österreich gebildet, nachdem sie zum Ende des Krieges ihre alte
Heimat Siebenbürgen verlassen mussten. Es war ein Erlebnis für Schömberg.
Im überfüllten Säulensaal des Kurhauses fand der Empfang statt. Musik,
Volkstänze und gegenseitige Geschenke gaben dem Nachmittag ein besonderes
Gepräge. Im nächsten Jahr, fast in den gleichen Septembertagen, machte die
Trachtengruppe eine Gegenbesuch, der sich in jeder Beziehung würdig an die
Schömberger Tage anschloss.
In dieses Jahr fällt auch die Gründung einer Kindergruppe, die mit sieben
Paaren begann. Sie bildete in der nachfolgenden Zeit einen festen Bestand
und erntete immer besonderen Beifall bei ihren Auftritten.
Wie sehr die Trachtengruppe in der näheren und weiteren Umgebung sich
einen „Namen gemacht“ hatte, zeigte das Jahr 1968. An vielen Stellen war
sie ob ihrer Auftritte gerne gesehen und wurde zu Mitwirkungen bei Veranstaltungen
eingeladen. So von den Technischen Werken Stuttgart, in die
Trinkhalle Wildbad und zum Gegenbesuch nach Wollhusen in der Schweiz.
Aber auch Besucher kamen zur Gruppe, so die Gruppe Folklorique „La
Soyotte“ aus Saint Dié wurde besucht. Aus der Schweiz kam die Familie
Christen, die zum ersten Male in unserem Raum das Alphorn erklingen ließ.
Es würde entschieden zu weit führen, wollte man von jedem Jahr alle Veranstaltungen
aufführen. Inzwischen verfügte man über 30 Volkstänze. Die
Gruppe aus Saint Dié wurde besucht, und die „Siebenbürger“ kamen wieder nach
Schömberg.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Eine Einladung nach Köln zur Gartenschau (Durchführung eines Schwarzwälder
Nachmittags) war 1971 ein besonderes Erlebnis.
Aber nicht nur Glanzpunkte waren in jener Zeit zu verzeichnen. Durch
Wegzug mehrerer Paare (ein Vorgang, den es immer bei Vereinigungen von
Jugendlichen gibt, die in der Ausbildung stehen) waren die Auftritte in der
Öffentlichkeit gefährdet.
Durch intensive Werbung sowie durch Umstrukturierung innerhalb der
Gruppe konnten in kurzer Zeit diese Schwierigkeiten behoben werden.
Immer wieder erfreuten die Darbietungen der Trachtengruppe ein dankbares
Publikum.
Mitwirkung bei Empfängen hoher Gäste
Bei offiziellen Empfängen hoher Amtsträger, sei es in Schömberg oder außerhalb,
wird die Trachtengruppe immer wieder gerne eingeladen; so am 29.
September 1972 beim Empfang von Regierungspräsident Herrn Dr.
Munzinger, Karlsruhe, ebenso am 15. Dezember 1972 bei Ministerpräsident
Herrn Dr. Filbinger oder im Februar 1974 bei der Sozialministerin Frau
Griesinger. Die Aufgabe dabei bestand darin, jeweils einen Hefekranz sowie
ein weiteres typisches Schwarzwälder Geschenk (meist ein Kirschwasser) zu
überreichen. Eine öffentliche Anerkennung erfuhr die Gruppe am 4. Januar
1974 durch einen besonderen Artikel "Verdienste um das Brauchtum" in der
Presse.
Reise nach Amerika
Ein weiteres herausragendes Ereignis im Jahr 1974 war die Einladung zu
einer Amerika-Reise vom 20. September bis 3. Oktober zusammen mit der
Jugendkapelle Calw. Die Schömberger Gruppe beteiligte sich mit vier Paaren
und einem Begleiter. In New York war der erste Höhepunkt die Teilnahme
an der Steuben-Parade, einer alljährlich durchgeführten Veranstaltung der
Deutsch-Amerikaner. (General Steuben, ein preußischer Offizier, war
Organisator der amerikanischen Armee im Unabhängigkeitskrieg 1776.)
Auch der zweite Höhepunkt, wieder eine Steuben-Parade, diesmal in
Philadelphia, hinterließ einen starken Eindruck. Dazwischen lagen Besuche
bedeutender Stätten des Riesenlandes sowie Darbietungen Schwarzwälder
Brauchtums. Es war ein Besuch, der auf beiden Seiten viel bewirkte.
Es würde zu weit führen, wollte man die vielen, vielen Auftritte der Gruppe
in den folgenden Jahren erwähnen. Auf zwei Dinge sei jedoch hingewiesen:
1977 erfolgte mit der Gründung einer „Volksmusik“ eine Bereicherung, die
nicht unterschätzt werden darf. Sie bestand aus dem Initiator Richard Wöhr
(Baß), Silvia Walz und Stefan Wöhr (Akkordeon), Alfred Kanzleiter
(Klarinette), Rolf Kanzleiter (Trompete) und Jürgen Wöhr (Gitarre).
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Auch die in diesem Jahr erstmals auftretende Alphornbläsergruppe
Kanzleiter sei hier lobend erwähnt.
Im Jahr 1978 wurde ein weiteres musikalisches Kind aus der Taufe gehoben,
die „Stubenmusik“. Mit Leo Wehinger (Zither), Richard Wöhr (Hackbrett)
und Jürgen Wöhr (Gitarre) verfügte die Gruppe über ein Instrumentarium,
das nicht überall anzutreffen war und das auch im Stil zur Gruppe passte.
Die musikalische Leistung der eben angeführten Gruppen fand ihre große
Anerkennung beim Hausmusik-Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg.
Über Regional- und Bezirksausscheidungen bekam die „Stubenmusik“
beim Landeswettbewerb einen 1. und die „Volksmusik“ einen 2. Preis zuerkannt.
Es folgte dann am 23. April 1979 das Preisträgerkonzert im Neuen
Schloss in Stuttgart. Wahrlich eine große Überraschung!
Dass es hernach Einladungen nur so regnete, ist leicht verständlich. Verständlich
ist auch, dass der 1. Vorsitzende das Jahr als „turbulentes Jahr“
bezeichnete.
25-jähriges Jubiläum der Trachtengruppe
Am 14. und 15. Juni 1980 konnte das 25-jährige Jubiläum gefeiert werden.
Dass es nach all den Erfolgen der vergangenen Zeit ein Jubelfest wurde, ist
selbstverständlich. Der Abend im Kurhaus brachte ein Festbankett mit viel
Alfred Kanzleiter, Rolf Kanzleiter und Richard Wöhr
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Prominenz unter Mitwirkung von befreundeten Vereinen. Sicherlich treffen
die Worte des Bürgermeisters beim Bankett am besten Arbeit, Mühe und
Ziele der Gruppe, wenn er sagte „sie habe die Menschen heimatbewusster
gemacht...“. In der Presse stand die Überschrift „... und hörte sehr viel Lob“.
Besonders geehrt wurden vom Trachtengau mit der „Hansjakob-Medaille“
Anna Pfeiffer, Günther Walz und Gisela Wöhr.
Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1981 stellte sich der verdiente
1. Vorstand Günther Walz nicht mehr zur Wahl. 1. Vorstand wurde Herbert
Kugele. Günther Walz war über 20 Jahre Vorstand und hat sich große
Verdienste um die Gruppe erworben. Dass sie den jetzigen Stand erreicht
hat, ist hauptsächlich sein Verdienst.
Einen großen Verlust erlitt die Gruppe durch den Tod der „Trachtenmutter“,
gleichzeitig Ehrenvorstand Anna Pfeiffer im Jahre 1981. Sie war maßgebend
am Aufbau der Erfolge beteiligt. Als Gründerin und Betreuerin der Kindergruppe
war sie weithin bekannt. Es gab kaum einen Auftritt oder einen offiziellen
Empfang, an dem sie nicht mitwirkte. Sie hinterließ eine schwer zu
schließende Lücke.
Ein schöner Brauch wurde von der Gruppe schon jahrelang geübt: Bei
Festzügen kam eine „Schwarzwälder Kindstaufe“ zur Darstellung.
Monika Hölzle und Herbert Kugele
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Ein Charakteristikum in der Gruppe ist, dass Funktionsträger über viele
Jahre hinweg ihr Amt zum Wohle der Mitglieder ausüben. Hier liegt auch
eine Wurzel zum Erfolg. In der Hauptversammlung 1982 wurde Günther
Walz, langjähriger 1. Vorsitzender, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ebenso
wurde Richard Wöhr geehrt, der seit vielen Jahren musikalischer Motor ist.
Wieder riss der Tod eine schwere Lücke in die Gemeinschaft. Am 16. Februar
1983 verstarb unerwartet Walter Schmid, langjähriges Mitglied. Er hat
in all den Jahren mit viel Humor auf geistvollem Niveau als Sprecher durch
sämtliche Auftritte geführt.
1983 lebte ein alter Brauch wieder auf, die „Heukatz-Hocketse“, die vor
Zeiten nach dem Heuen gefeiert wurde. Es geriet zu einem schönen, runden Fest
Die Mitgliederzahl beträgt (1984) 144, davon aktiv 40, in der Kindergruppe
sind es 28.
In der Gemeinde ist es üblich, dass zu Beginn des Jahres ein „Vier-
Vereinsabend“ veranstaltet wird. Auch 1984 wird dieser Brauch durchgeführt.
Erstmals seit ihrem Bestehen kann die Gruppe mit 12 Paaren auftreten.
Einen Höhepunkt brachte „Euro-Treff Musik“ im September 1984 in Baden-
Baden. Die Gruppe konnte dort viele Anregungen mitnehmen; ebenso wurden
viele Kontakte geschlossen.
Karl Kugele mit Kindern bei der „Heukatz-Hocketse“
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Das 30-jährige Jubiläum am 18./19. Mai 1985 war ein großer Erfolg. Am offenen
Volkstanznachmittag nahmen Trachtler aus 10 verschiedenen Gruppen teil.
Die „Heukatz-Hocketse“, wie sie vor zwei Jahren erstmalig durchgeführt
wurde, beginnt sich zu einer Tradition zu entwickeln.
Nachdem man in Baden-Baden Kontakte zu einer Gruppe in Dänemark aufgenommen
hatte, wurde vom 29. Mai bis 1. Juni 1986 auf deren Einladung
ein Besuch abgestattet. Die Gruppe ist in Thisted im Norden Dänemarks
beheimatet.
Neue Freundschaften wurden geschlossen, und voller Eindrücke kehrte man
aus dem Norden zurück.
Das Jahr 1987 brachte die Fortführung der Aktivitäten in der bewährten
Form, wie sie seit Jahren gehandhabt wurden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Trachtengruppe zu einem geachteten
und geschätzten Glied im Rahmen der Vereine innerhalb der Gemeinde
Schömberg geworden ist. Aber auch in der weiteren Umgebung schätzt man
ihre Arbeit. Mit vielen Gleichgesinnten, auch im benachbarten Ausland, wurden
Freundschaftsbande, die bis zum heutigen Tage andauern, geknüpft. Von
seiten der Gemeindeverwaltung ist sie zu einem nicht wegzudenkenden
Kulturträger geworden.
Fragen wir, wie es zu diesen Erfolgen kam, so ist die Antwort leicht gegeben:
Es ist der stetige Einsatz für die Pflege des Brauchtums, frei, und dies muss
besonders hervorgehoben werden, von aller Heimattümelei. Dazu kommt ein
Weiteres: das Verbleiben und der stetige Zusammenhalt in der Gemeinschaft;
sind doch heute einige Gründungsmitglieder noch aktiv tätig.
Wie lautet doch der Eingangsvers im Protokollbuch von 1965?
Halt in Ehren - halt in acht,
alte Sitten - Heimattracht.
Textfassung: Emil Göltenboth Oberschulrat i.R.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Geschichte der Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Fortschreibung ab dem Jahr 1988
37. Gautrachtentreffen des Trachtengaues Schwarzwald vom 17. bis 20.
Juni 1988
Es war eine Herausforderung für die Trachtengruppe dieses Treffen mit mehr
als 2500 Trachtenträgern auszurichten und vorzubereiten. Die Aktiven um
den 1. Vorsitzenden Herbert Kugele standen vor einer gewaltigen Aufgabe.
Eine Großveranstaltung in dieser Dimension auszurichten erfordert lange im
Vorfeld den vollen Einsatz.
Voraus ging die Frühjahrsversammlung des Trachtengaues Schwarzwald im
Kurhaus zu Schömberg. Erstmals wurde dabei mit über 140 Delegierten die
einhunderter Grenze überschritten.
Die Schirmherrschaft des Gautrachtentreffens übernahm der damalige
Bürgermeister Manfred Brugger, er schrieb dem Veranstalter ins Festbuch:
„Mit Freude habe ich diese Schirmherrschaft übernommen, zumal wir dieses
Jahr auch das 100-jährige Kurortjubiläum feiern; die Pflege des Brauchtums
hat eine große gesellschaftspolitische und kulturelle Bedeutung“.
Der Seemann vom Schwarzwald, Karl Kugele beim Bunten Abend
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Die Mühe hat sich gelohnt. Es waren vier unvergessliche Festtage. Der
Festzug mit rund 2500 Trachtenträgern, Festwagen und Festgruppen,
Festreitern und Musikkapellen, die sich in nicht weniger als 65 Gruppen aufgestellt
hatten, wurde zum absoluten Höhepunkt der Ereignisse.
Keine Zeit für eine Ruhepause
Nach diesen anstrengenden Tagen und der geleisteten immensen Vorarbeit
war den Aktiven keine Ruhepause vergönnt: Heimatabende, Empfänge,
Offenes Volkstanzen und Reisen weit über das „Ortsetter“ hinaus verlangten
den Aktiven unentwegte Präsenz und den vollen Einsatz ab.
Am 10. und 11. Juni 1989 ging die Reise nach Wolhusen in der Schweiz zum
dortigen Jodlerclub „Heimelig“ anlässlich dessen 60-jährigem Jubiläum. „Die
Trachtengruppe aus Schömberg im Schwarzwald erntete mit ihrer Sternpolka,
einem Reigen, wo die Röcke der Trachtenjungfern nur so flogen grossen
Aplaus“, so die Wolhuser Zeitung damals.
Weiter ging das „Nonstopp- Jahresprogramm“ mit der „4. Heukatzhocketse“.
Ein schöner Brauch aus alter Zeit, den Karl Kugele, der sich als Jugendwart
erfolgreich und mit Herzblut um den Nachwuchs kümmerte, bei seinem
Anwesen an der Bachgasse wieder aufleben ließ.
Am 23. September 1989 ging die Reise, zusammen mit noch anderen
Trachtenträgern des Trachtengaues Schwarzwald, nach Bonn zum
Bürgertag mit Bundesfest. Anlass war das 40-jährige Jubiläum der Bundesrepublik
Deutschland.
Einstieg in das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts
Das Jahr 1990 begann mit dem „Fünf -Vereine -Abend“ im Kurhaus. Kultur
und Brauchtumspflege vermitteln bei dieser Veranstaltung ein Zusammengehörigkeitsgefühl,
das in unserem hochtechnisierten, von einer Vielzahl an
Medien beeinflussten Zeitalter, leider all zu oft auf der Strecke bleibt.
Am 12. Mai 1990 interessierte sich das Fernsehen SAT. 1 mit Aufnahmen im
Kurhaus für die Trachtengruppen und den Musikverein.
Ein herausragendes Ereignis war, zusammen mit dem Musikverein
Schömberg, die Reise nach Schweden vom 24. bis 30. Mai 1990. Auf schwedischem
Boden angekommen erreichte man über Malmö, Helsinki und
Stockholm mit dem Städtchen Gävle, empfangen von der dortigen Volkstanzgruppe,
das Ziel. Wieder einmal mehr wurden hierbei verbindende Gemeinsamkeiten
über Grenzen hinweg geknüpft.
Mit nachhaltigen Eindrücken zurück, ging es weiter im umfangreichen
Jahresprogramm:
1. Juli: Teilnahme am 39. Gautrachtentreffen in Böffingen(Glatten). 20./21.
Juli: Besuch der befreundeten Folkloregruppe aus Dänemark in Schömberg.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
9. September: Die Trachtengruppe wirkt bei den 13. Herrenberger
Musiktagen mit. 22. September: Fahrt nach Nancy, Frankreich.
29. September: Beteiligung bei „Eurotreff Musik“ in Rastatt. Hinzu kamen
zahlreiche Auftritte, wie Weinfeste, Heimatabende im Kurhaus und in
benachbarten Kurorten, Empfänge und Präsentationen. Aus der Fülle des
Aufgezählten ist der selbstlose Einsatz und das Engagement der Trachtler
über das Jahr hinweg deutlich erkennbar.
Die Trachtengruppe als Kulturträger im Kurort
Diese Chronik würde den Rahmen des Aufnehmbaren sprengen, wollte man
Jahr für Jahr alle Aktivitäten aufzählen. Daher beschränkt sich der Chronist
im Kommenden auf das Wesentlichste. Doch bereits bis hierher wurde dem
Leser bewusst, welchen herausragenden Stellenwert die Trachtengruppe,
zusammen mit der Stubenmusik, von Richard Wöhr im Jahre 1978 als
Volksmusikensemble ins Leben gerufen, für unsere Gemeinwesen einnimmt.
Anlass für das Erste Lindenplatzfest am 17. und 18. Juli 1991 war die
Einweihung des An- und Umbaues des Rathauses. Schömberger Vereine
veranstalteten eine Art „Straßenfest“. Die Trachtengruppe installierte einen
Weinstand. Im Protokollbuch steht: „Wird es Tradition???“
Ja, es wurde Tradition, bis zum heutigen Tage und die Trachtler sind immer
mit einem umfangreichen Angebot von Speis und Trank dabei.
Zweite Volkssport-Olympiade vom 13. bis 15. September 1991, Schömberg/
Deutschland, so ist auf der Ehren-Urkunde zu lesen, mit welcher der
Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg Dank und Anerkennung für die
Verdienste um die Ausrichtung dieses internationalen Groß-Ereignisses ausgesprochen
wird.
30. April 1992: Maibaumstellen in Schömberg. Ein alter Brauch wurde vom
Heimat- und Geschichtsverein ausgegraben: Der bislang kahle Maibaum
wurde mit dem Anbringen historischer Zunftzeichen der traditionellen
Handwerke im Ort zum Mai- und Zunftbaum aufgewertet. Gemeinsam mit
der Feuerwehr, dem Musikverein, dem Heimat- und Geschichtsverein und
nicht zuletzt mit der Schwarzwälder Trachtengruppe und ihren Nachwuchsgruppen
wurde daraus bis zum heutigen Tage ein richtiges „Volksfeschtle“.
Am 26./27. September 1991 war die befreundete Gruppe „Jodlerclub
Heimelig“ aus der Schweiz zum Gegenbesuch mit einem Auftritt im Kurhaus
nach Schömberg gekommen.
Am 10. bis 13. September 1993 hieß es „Die Schweden kommen“. Die befreundete
Volkstanzgruppe Gävle aus Schweden verweilte zum Gegenbesuch
im Kurort. Beim Deutsch-Schwedischen Heimatabend im Kurhaus wurde
deutlich, wie völkerverbindend Volkstanz und Volksmusik sein können.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
1994 - ein Jahr vor dem 40-jährigen Bestehen zählt die Schwarzwälder
Trachtengruppe rund 180 aktive und passive Mitglieder. Nachwuchssorgen
sind dem Verein unbekannt. Knapp 50 Jugendliche und Kinder präsentieren,
zusammen mit der Aktiven-Gruppe, mit viel Freude das Schömberger
Brauchtum. Sechs Musiker bilden die drei Musikgruppen: das Volksmusikund
das Stubenmusikensemble sowie die Alphornbläser. Zu den zahlreichen
Auftritten waren noch 36 Proben anberaumt, um das Repertoire zu erhalten
bzw. auszubauen.
Trachtengruppe jetzt im Schwabenalter
Das 40-jährige Jubiläum der Trachtengruppe wurde vom 30. September bis
1. Oktober 1995 bei angemessener Feierlichkeit und mit hochkarätigen
Veranstaltungen begangen.
Beim Jubiläums-Heimatabend im Kurhaus wirkte der Jodlerclub Heimelig
aus der Schweiz sowie der Musikverein und die Trachtengruppe aus
Reichenbach im Gutachtal mit.
Unsere Freunde ,die Schweden, vor dem Rathaus
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Ein Festgottesdienst fand am Sonntag um 8.45 Uhr in der Katholischen
Kirche statt. Die Stubenmusik und der Jodlerclub umrahmten mit ihren
Darbietungen den Gottesdienst.
Anschließend fand um 11.00 Uhr ein Festbankett im Kurhaus statt. „Wie
schafft es ein Verein, einen so starken Zulauf zu haben?“ fragte sich
Bürgermeister Gerhard Vogel angesichts des übervollen Hauses am Samstag
Abend und an diesem Sonntag Vormittag, denn selbstverständlich sei das
nicht in einer Zeit, in der das Vereinsleben nicht mehr so „in“ sei - doch er
wusste auch gleich die Antwort: „Das sind einfach Leute, mit denen man
etwas anfangen kann.“ Für diese Anerkennung gab es anhaltenden Beifall.
Landrat Hans-Werner Köblitz schmeichelte den Schömbergern, indem er
befand: „Die Schömberger gelten als Menschenschlag von herausgehobener
und natürlicher Schönheit. Und eine solche hätten nicht nur die
Eingeborenen, sondern auch die, die eingeheiratet oder zugezogen seien.“
Die Trachtengruppe beim 40-Jährigen Jubiläum
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Vorsitzender Herbert Kugele hob hervor, dass die Trachtler schon ein bisschen
stolz auf ihr 40-jähriges Bestehen sind. „Ganz besonders freuen wir
uns, dass alle Altersgruppen bei uns aktiv mitmachen“. Daran haben nicht
zuletzt die Eltern von Herbert Kugele, Karl und Hilde Kugele, welche die
Kindergruppe betreuten, grossen Anteil. Wenn es eines Beweises an Kontinuität
und Zusammenhalt bedarf, dann dieser: In den 40 Jahren ihres
Bestehens hat die Trachtengruppe nur drei Vorsitzende gehabt. Dies war zu
Beginn Maria Zerweck, danach Günther Walz und heute Herbert Kugele.
Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung der von Gisela Wöhr und
Günther Walz gestifteten ersten Vereinsnadel.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Vorsitzender Herbert Kugele überreichte sie sodann als erstem an Bürgermeister
Gerhard Vogel mit dem ausdrücklichen Wunsche für eine weiterhin
gute Zusammenarbeit zum Wohle des Gemeinwesens.
Ehrenvorsitzender Günther Walz erinnerte bei seinem Rückblick auf die
Vereinsgeschichte an die weithin bekannte „Tante Anna“ (Anna Pfeiffer), die
bei Auftritten mit dem traditionellen „Hefekranz“ die Zuschauer immer wieder
erfreute.
Beim festlichen Empfang für Mitglieder der Trachtengruppe Schömberg im
Kurhaus gab es Ehrungen für besonders verdiente Trachtler.
Gisela Wöhr und Ehrenvorsitzender Günther Walz, beide seit 40 Jahren bei
der Trachtengruppe Schömberg, erhielten aus der Hand vom Vorsitzenden
des Trachtengaues, Siegfried Mager, die goldene Ehrennadel vom
Trachtengau Schwarzwald.
Gisela Wöhr, die seit 40 Jahren den Trachtlern so etwas wie eine „Mutter“ ist,
erhielt gleichzeitig von Bürgermeister Gerhard Vogel die Landesehrennadel
von Baden-Württemberg überreicht.
Karl Kugele und Monika Hölzle wurden für 15 Jahre Jugendarbeit bzw.
30 Jahre Ausschussmitglied geehrt. Dr. Paul Strohhäker und Erwin
Maisenbacher wurden für 40-jährige Zugehörigkeit zu Ehrenmitgliedern
ernannt.
v.l.n.r. Siegfried Mager, Günther Walz, Gisela Wöhr und Dieter Reichle
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Das Jahr danach
Auch nach dem Jubiläumsjahr vergönnten sich die Trachtler keine Verschnaufpause.
Neben den Probestunden war man bei 17 Veranstaltungen
präsent. Höhepunkte waren das 100-jährige Jubiläum des Gesangvereins
Langenbrand. Dort war die Trachtengruppe Schömberg mit 29 Trachtenpaaren
einschließlich der Kinder vertreten. Das konnte sich sehen lassen!
Am 14. November feierte der Initiator der Stubenmusik, Richard Wöhr, im
„Schwarzwald Sonnenhof“ seinen 60. Geburtstag. „Es war fast ein Gautrachtentreffen“
so der Aufschrieb im Protokollbuch.
Mit der Teilnahme einer belgischen Tanzgruppe beging man einen internationalen
Heimatabend im Kurhaus. Der Vorsitzende, Herbert Kugele, erhielt
für 10-jährige Mitarbeit beim Trachtengau Schwarzwald von dessen
Vorstand Siegfried Mager die Ehrennadel des Trachtengaues.
Die Jahre 1997 und 1998 - Jahre des Abschiednehmens und der Trauer
Nach der Fahrt nach Wolhusen am 16./17 August 1997 zu den Schweizer
Freunden des „Jodlerclub Heimelig“, beteiligte sich der Verein am 14. September
1997 mit einer starken Truppe beim „größten Umzug in der 24-jährigen
Geschichte der Heimattage“ in Bad Säckingen.
v.l.n.r. Dr. Paul Strohhäker, Herbert Kugele und Erwin Maisenbacher
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Vor mehr als 10.000 Zuschauern präsentierten sich 3.600 Trachtenträger und
Musikgruppen. Der farbenprächtige, über 2 Stunden dauernde Festzug
wurde ebenso wie das anschließende Landesfest mit Ministerpräsident Erwin
Teufel live im Fernsehen übertragen.
Besondere Aufmerksamkeit fand der „Taufzug“ der Schwarzwaldgemeinde
Schömberg sowie die zwei mit viel Hingabe geschmückten Leiterwagen, auf
einem das „Schömberger Wappen“, gesteckt aus frischen Blumen.
Im Oktober allerdings wurde die Freude getrübt: Es hieß Abschied nehmen
von Persönlichkeiten, welche sich in vielen Jahrzehnten im Gemeinwesen
eingebracht haben, Brauchtum und Heimatliebe überzeugend vorlebten:
Am 11. Oktober 1997 verstarb im Alter von 77 Jahren Dr. Paul Strohhäker.
„Besonders wichtig war seine aktive Mitarbeit in den Gründerjahren, sein
Einsatz zum Wohle des Vereins wird uns unvergessen bleiben“ - so im
Nachruf der Trachtengruppe.
Kurze Zeit später verursachte der plötzliche Tod von Karl Kugele einen weiteren
schweren Einschnitt. Nicht nur die Trachtengruppe, der ganze Ort
wurde in tiefe Trauer gestürzt.
„Seine Aktivitäten übertrafen das Übliche. Sein Idealismus und die selbstlose
Art, die er besaß, bereicherte unser Vereinsleben in derart großem Maße,
es ist nicht zu beschreiben. Jeder der ihn kannte, weiß was wir verloren
haben“ - so ein Auszug aus dem „Bürgerfreund.“
Der Heimat- und Geschichtsverein hat in seinem Heimatbrief für das Jahr
1997 in Kurzbiographien das Gedenken an beide Verstorbene festgehalten.
Noch einmal schlug der Tod im März 1998 unbarmherzig zu: „Kaum ein
habes Jahr nach dem Tod von Karl Kugele müssen wir seine Frau Hilde
Kugele zu Grabe tragen. Der Verlust der ‚Kugeles' hinterlässt eine grosse
Lücke in der Gemeinschaft des Vereins“ so ist zu diesen Schicksalsschlägen
im Protokoll nachzulesen.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Das Leben und mit ihm das Vereinsgeschehen geht weiter
Herausragendes Ereignis im Jahre 1998 war das 20-jährige Jubiläum der
Stubenmusik.
Die Schömberger Stubenmusik, hervorgegangen aus dem Volksmusikensemble
der Trachtengruppe Schömberg, hatte ihren ersten Auftritt am 8. Juni 1978 im
Kurhaus zu Schömberg.
Der Initiator und Motor der inzwischen weit über den Ort hinaus bekannten
Musikgruppe, Richard Wöhr, hat diesem Ensemble seinen unverwechselbaren
Stempel aufgedrückt.
Bereits 1979 war ein erster Höhepunkt beim Hausmusik-Landeswettbewerb,
als sich die Gruppe gegen 120 Mitbewerber durchsetzte und den 1. Preis
erzielen konnte.
Hilde und Karl Kugele
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Am 25. April 1998 war es dann soweit. Mit einem hochkarätigen Programm
erlebten die Zuhörer im Schömberger Kurhaus einen Abend der Volksmusik,
garniert mit echten "Stubenmusik- Events" der Extraklasse. Nicht weniger
als elf Stubenmusik-Ensembles, darunter zwei Solisten, angereist aus dem
ganzen Schwarzwaldgau von St. Georgen bis Schönmünzach, gaben der
Schömberger Stubenmusik und deren größeren Schwester, dem Volksmusikensemble,
an diesem Abend die Ehre.
Gauvorsitzender Siegfried Mager sagte dann auch, dass es wohl einmalig ist,
eine Volksmusik solchen Formates anzutreffen. Er ehrte an diesem Abend
Richard Wöhr für dessen 40-jähriges Engagement in Brauchtum und
Trachtenpflege und als einen Garanten für reine unverfälschte Volksmusik
mit der goldenen Ehrennadel des Trachtengaues Schwarzwald.
Bürgermeister Vogel bezeichnete Richard Wöhr als einen Mann mit
besonders lobenswerter Einstellung zum Ehrenamt, und durfte dafür
Richard Wöhr die Landesehrennadel von Baden-Württemberg an das Revers
heften.
Jubiläumstorte, überreicht von der Stubenmusik Schönmünzach
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Mit alleine 15 Heimatabenden im Jahr 1998, zumeist im Schömberger Kurhaus,
aber auch in den verschiedensten Kliniken wird deutlich, welch wichtigen,
inzwischen unentbehrlichen Kulturbeitrag die Trachtengruppe für Einheimische
und Kurgäste erbringt.
Welche Hingabe, welch persönliches Engagement, welche Liebe zum Erhalt
von Brauchtum und wie viel Herzblut von jedem Einzelnen der Akteure hier
einfließt, ist von Außenstehenden kaum zu erfassen.
13. Juni 1999 - nach längerer Zeit haben die Trachtler wieder zum „Offenen
Volkstanzen“ in das Kurhaus Schömberg eingeladen. Es heißt im Protokoll:
„Die Resonanz hätte etwas größer sein können, es hat jedoch trotzdem sehr
viel Spaß gemacht“.
Am 4. Juli 1999 war die Fahrt mit dem Bus nach Waldshut-Tiengen angesagt.
Bei diesem „584. Schwyzertag“ waren die Schömberger mit 10 Trachtenpaaren,
dem vielbeachteten „Taufzug“ und einem mit Blumen geschmückten
Leiterwagen beim Festzug mit von der Partie.
Beim „Cannstatter Volksfest“ wurde am 26. September 1999 ebenfalls am
Festzug teilgenommen. Wieder stand der „Taufumzug“ im Mittelpunkt des
Geschehens. Alles ist gespannt, ob man wohl im Fernsehen zu sehen ist!?!
v.l.n.r. Gauvorstand Siegfried Mager, Herbert Kugele, Gudrun und Michael Leonhardt,
Ehrenvorstand Günther Walz, Richard Wöhr und Marina Irion.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Richard Wöhr hatte die Idee und auch die Vorbereitung übernommen für ein
Benefizkonzert, das am 4. Dezember im Kurhaus für die Hochwasseropfer
der Unwetterkatastrophe, welche am 19. Juli 1999 unvermittelt den Kernort
und das Kapfenhardter Tal heimsuchte. (Ausführlicher Bericht im Heimatbrief
1999 des HGV)
Als „Abend der besinnlichen Töne“ präsentierte sich dieses Benefizkonzert
und begeisterte die Zuhörer im bis auf den letzten Platz gefüllten Kurhaus.
Die Stubenmusiker der Trachtengruppe Schömberg und Baiersbronn sowie
das Männerquartett aus Altburg vermittelten an diesem Abend ein vorweihnachtliches
Flair das die aufmerksamen Zuhörer in zugeschneite Bergdörfer
entführte und wiedergab, was Stubenmusik zum Ausdruck bringen möchte:
Heimatverbundenheit und Liebe zur Musik.
Die aktive Tanzgruppe hatte im Jahr 1999 insgesamt 28 Proben und 11
öffentliche Auftritte. Der Chronist erinnert sich, dass früher jährlich 20 bis
30 Auftritte zu verzeichnen waren. Daher lautete die Überschrift in der
Presse schließlich „Das Brauchtum näher bringen - Trachtengruppe will wieder
mehr an die Öffentlichkeit treten.“
Aufbruch in das 21. Jahrhundert
Nach dem traditionellen Vereinsabend im Kurhaus am 8. Januar 2000 hatten
die Trachtler bereits am 22. Januar einen Auftritt beim Heimatabend des
Bayern-Vereins Untertürkheim e.V. in Untertürkheim.
Volkstümliche und Weihnachtliche Klänge zugunsten der Geschädigten des Juli-Unwetters
bezauberten bei der Stubenmusik in Schömberg das Publikum (v.li. Richard Wöhr und Dirk
Frietsch am Hackbrett, Jürgen Wöhr /Gitarre, Stefan Wöhr /Akkordion, Corinna Frietsch
und Cornelia Lapeta an der Querflöte
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Beim 10-jährigen Jubiläum des Heimat- und Geschichtsverein am 31. März
2000 im Kurhaus begeisterte die Trachtengruppe und die Stubenmusik,
zusammen mit dem Musikverein, den beiden Gesangvereinen von
Bieselsberg und Langenbrand und dem Schömberger Akkordeonorchester in
einem umfangreichen, kurzweiligen Nonstop-Programm die Besucher.
„Hefekranz und Schnaps, das darf nicht fehlen, wenn die Trachtengruppe
zum Geburtstag eingeladen ist!“ Diese schöne Tradition ist im Protokollbuch
mit Wort und Bild dokumentiert.
Am 17. Juni 2000 waren die Aktiven beim „1. Internationalen Trachtenfest“
im Europa-Park Rust. Der Tag wurde zu einer eindrucksvollen
Dokumentation der Brauchtumspflege über Grenzen hinweg.
Beim „Erlebnistag Marbach am Neckar“, eine Woche später waren dann
auch die „Holzhacker“ mit auf dem Programm, was beim Publikum sehr gut
ankam.
Beim „Wildberger Schäferlauf“ am 18. Juli 2000 war man ebenso dabei, wie
eine Woche darauf beim inzwischen 9. Lindenplatzfest.
Am 2.und 3. September 2000 waren wieder einmal die Schweizer Freunde,
der Jodlerclub „Heimelig“ aus Wolhusen zu Besuch. „Schweizer Abend war
ein voller Erfolg“, so hieß es in der Presse über den Auftritt der Gäste aus
dem Alpenland.
Unsere Freunde, der “Jodelklub Heimelig”
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Im Oktober 2000 musste man Abschied nehmen von einem guten Freund
und Kameraden: Alfred Kanzleiter aus Althengstett. Er war viele Jahre aktiver
Musiker des Volksmusikensembles. Am 3. Februar 1999 war man noch
bei seinem 70. Geburtstag zu Gast.
50 Jahre Trachtengau Schwarzwald
Schon am 8. Januar war die Trachtengruppe bei der Auftaktveranstaltung
zum 50-jährigen Jubiläum des Trachtengaues Schwarzwald in Schramberg
im Einsatz. Selbstverständlich machten dort auch der traditionelle Hefekranz
und das Schnapsbrett die Runde.
Der Höhepunkt bei der Jahreshauptversammlung am 9. März 2001 im Hotel
„Krone“ in Schömberg war die Ehrung für 40-jährige aktive Mitgliedschaft
von Monika Hölzle. Sie erhielt vom Gauvorsitzenden Siegfried Mager die goldene
Ehrennadel des Trachtengaues Schwarzwald. Eine weitere Ehrung
wurde Herbert Kugele zuteil. Er ist seit 20 Jahren Vorsitzender des Vereins.
Der 2. Vorsitzende, Stefan Wöhr hielt die Laudatio und übergab ein Geschenk.
Wieder mit „Hefekranz und Schnaps“ machten die Trachtler die Aufwartung
beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum des TSV Schömberg am 15. Juni
2001 im Kurhaus.
Am 30. Oktober 2001 wurde Herbert Kugele von Bürgermeister Gerhard
Vogel mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Seit 1972 ist Herbert Kugele Mitglied des Vereins. Im Jahr 1981 übernahm er
dann die Position des 1. Vorsitzenden, die er bis heute begleitet.
Mit insgesamt 40 Auftritten inklusive Lehrgängen und Umzügen waren die
42 Aktiven des Vereins im Jahr 2001 mit Leib und Seele für die gemeinsame
Sache beinahe jedes Wochenende unterwegs. Rechnet man Musikproben,
Sitzungen und Versammlungen hinzu war man gar 86 mal „auf Achse“!
Das Jahr 2002 - im Zeichen der 825-Jahrfeier der Gemeinde Schömberg
Mit einer Jubiläums-Festwoche vom 15. bis 21. Juli 2002 beging die Gemeinde
ihre 825-Jahrfeier. Bevölkerung und Vereine standen im Bann der Ereignisse,
natürlich auch die Trachtengruppe zusammen mit ihrer Stubenmusik.
Nahtlos nahmen die Aktivitäten der Trachtler ihren Lauf: 23. August:
Bundestrachtenfest in Wendlingen; 1. September: Volksmusiktage Baden-
Württemberg in Neuhausen o.E.; 5. September: Heimatabend Kurhaus
Schömberg; 15. September: Begegnung im Stadtgarten Pforzheim;
22. September: Bazar der Katholischen Kirche in Waldbronn; 27. September:
Verabschiedung von Kurdirektor Bernd Suppus, der nach 25 Jahren den
wohlverdienten Ruhestand antrat; 3. Oktober: wieder Heimatabend im
Kurhaus Schömberg.
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
Bei der Jahreshauptversammlung am 27. März 2003 würdigte der Vorsitzende
Herbert Kugele die gute Zusammenarbeit mit der Jugendgruppe und
deren Jugendleiterinnen Sandra Schiele und Marina Irion. Ihrer intensiven
Arbeit ist es zu verdanken, dass die Kinder- und Jugendgruppe mit jeweils
13 Nachwuchstänzerinnen und -tänzer mit Eifer und großem Einsatz überaus
erfolgreich sind. Tradition zu leben, das ist nicht nur eine Sache der
„Alten“. Und so konnte die Presse nach den verschiedensten Auftritten
wiederholt berichten: „Die kleinen Tänzerinnen und Tänzer begeistern
immer wieder die Zuschauer.“
Diese Feststellung gibt Hoffnung über den Tag hinaus. Kinder und Jugendliche
sind die Garanten auch für kommende Generationen Brauchtumspflege
und Gemeinsinn zu pflegen und zu erhalten, hinein in eine für unser Gemeinwesen
ersprießliche Zukunft.
„Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden
können.“
Aus ihnen, den Erinnerungen, schöpfen wir die Kraft, unsere Kultur, unsere
überlieferten Werte und heimatlich traditionellen Bindungen zu bewahren
und weiterzugeben.
So geht der Verein mit der Feier seines 50-jährigen Jubiläums mit Zuversicht
und dem Glauben an die Maxime „Treu dem guten alten Brauch“ in seine
zweite Jahrhunderthälfte.
Nachwort des Verfassers
Weshalb ist die Geschichtsschreibung für die Nachwelt so wichtig? Es ist
immer eine Geschichte der Menschheit, die der Vergangenheit Bedeutung
zuschreibt, die Gegenwart erklärt und für die Zukunft Orientierung liefert.
Ich bekam die ehrenvolle Aufgabe übertragen, die Chronik unserer
Schwarzwälder Trachtengruppe ab dem Jahre 1988 fortzuschreiben.
„Hundert Jahre Kurort“, verbunden mit dem „37. Gautrachtentreffen des
Trachtengaues Schwarzwald“ waren damals der Anlass zur Geschichtsschreibung.
Die Zeit ist ein sonderbar Ding - Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts.
Aber auf einmal, da spürt man nichts als sie... so schrieb ich in meinem 2002
erschienenen Heimatbuch - schon wieder sind nach diesen Ereignissen
17 Jahre ins Land gezogen und schon wieder gibt es Einiges festzuhalten und
zu bewahren.
„Wer die Zeit verklagen will, dass so zeitig sie verraucht, der verklage sich
nur selbst, dass er sie nicht zeitig braucht.“
Hier haben sich die Aktiven der Trachtengruppe fürwahr nichts vorzuhalten,
für sie ist die Zeit nicht verraucht, sie haben sie genutzt und gebraucht zur
Erhaltung und Bewahrung heimatlichen Gutes getreu nach dem Sinnspruch
50 Jahre Schwarzwälder Trachtengruppe Schömberg e.V.
mit welchem 1955 alles begann und mit welchem der Chronik erster Teil 1987
endet:
Halt in Ehren - halt in acht,
alte Sitten - Heimattracht.
Steh treu zu uns und hilf uns werben
für Väterglaube, Sitt' und Brauch,
denn wo des Landes Sitten sterben,
da stirbt des Landes Blüte auch.
Es gehört schon eine gute Portion Idealismus und Heimatliebe dazu, das
Ahnenerbe weiterzutragen, um Sitt´ und Brauch der Alten zu erhalten.
Was einst war, wird sich in unserer heutigen, vom schnellen Wandel geprägten
Zeit ausnehmen wie ein Traumbild, und doch ist dieses „Gemälde“ wirklich,
weil es bis zum heutigen Tage unverfälscht aus dem Herzen kommt und
die Herzen anspricht, denn Tradition heißt nicht der Asche zu huldigen, sondern
die Flamme am lodern zu halten.

75328 Schömberg
Herdgasse 6

Telefon: 07084 92225

Webseite: http://www.trachtengruppe-schoemberg.de

Webseite Theaterverein Ollern

Theateraufführungen auf unserer eigenen Bühne, gemeinsame Theaterbesuche, aktive Teilnahme am kulturellen Leben in unserer Gemeinde

3004 Ollern
Hauptstraße 16

Telefon: 0664 224 90 05

Webseite: http://www.theaterverein-ollern.at

Webseite Theaterverein Sachsenbrunn e.V.

Amateurtheater

98678 Sachsenbrunn
Alte Str. 32

Telefon: 0171 7952548
Fax: 03686 6159600

Webseite: http://www.sachsenbrunner-theater.de